SPASTIKA  dIE wELT's neuste bAnD

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Wir schreiben das Jahr 2003. ......................... (Fortsetzung folgt)


Spastika sind drei junge Leute aus Chicago,  Berlin
und Freiburg
, die sich in zweitgenannter Stadt trafen und fanden.

Johnnie Pancake hat sich vorher schon einen Namen als Human Elephant gemacht, er spielt in Bands seit er 12 war, v.a. in der Hardcoreszene Chicagos. Seine Band The Crippled erreichte nahezu Kultstatus in Berlin, was nicht viel heißt.
Joy Division veränderten sein Leben, seit neuestem ist er auch stark beeindruckt von Aarktica, was bei ihm schon etwas besonderes ist.

Suska Toffel erlangte v.a.  mit  ihrer ersten Band Puma ,  gegründet  mit ihrer Schwester, Aufmerksamkeit. Weitere Bands und Projekte erhielten ihre Unterstützung: The crack-up, The Crippled, White Buildings, The century of fakers.
Aktuell sind neben Spastika "nur" Kitsume, ein Performanceprojekt zusammen mit Anke Kalk, und ihre Solobemühungen  am Laufen.


Uli Sandmann ist ein Kunststudent und -liebhaber. Er hört sehr gern und sehr viel Musik,  geht auf Ausstellungseröffnungen, Konzerte und zeichnet sehr gut. Er ist der größte Kettenraucher, den ich je getroffen habe.
Er war der Betreiber des "Fanclubs" , den es leider nicht mehr gibt, der aber fast ein zuhause war, sehr günstig gelegen in einer Ein-Raum-Wohnung,die wahrscheinlich der pre-Angelpunkt der Band war, der erste Ort mit gemeinsamen Berührungspunkt.




Hier folgt ein Artikel aus dem TipMagazin vom Februar 2003 (Nr. 03/03)



Casio-Folk

Spastika überrascht mit einem Mix aus NDW und Anti-Folk

Spastika nennt sich das neueste musikalische Projekt, dem der aus Chicago
stammende Songwriter John E. Donald angehört. 1999 zog er nach Berlin und
lernte den Underground-Multiplikatoren Falko Teichmann kennen, der zeitgleich
zur NY-Anti-Folk-Bewegung unter dem Motto "Music of the waifs and strays" ein
vergleichbares Netzwerk ins Leben rief. Bald darauf war John (alias The Human
Elephant) sowohl solo als auch mit diversen Begleitbands an lauschigen
Locations zwischen Mitte und Pankow zu erleben, wie er seine oft düster
gefärbten Anekdoten mit eindringlicher Stimme zu einfachen Gitarrenakkorden
vortrug. Bei Spastika weicht der Joy-Divison-Einschlag dagegen der
erfrischenden Unbefangenheit von Suska Lovestar, die bereits als eine Hälfte
des Schwestern-Duos Puma szeneintern für Furore sorgte. Ob sie mit John im
Duett das sinnenfrohe Landleben besingt und dabei ihre PENNY WHISTLE zum
Einsatz bringt oder auf dem Casio-Keyboard eine Ode an ihre schwarzen Stiefel
anstimmt, stets sind die Songs von einem Humor durchdrungen, der manchmal an
die Moldy Peaches erinnert, aber viel mehr noch mit den minimalistischen
NDW-Anfängen gemein hat. Nicht zuletzt ist es das stoische
Babyrassel-Schlagzeugspiel von Uli Sandermann, welches schönste
Trio-Erinnerungen wachruft.

(Markus von Schwerin)